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	<title>Persönlichkeiten Archive - Der Eisenbahner</title>
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	<description>Bekannt aus Facebook und Instagram</description>
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	<title>Persönlichkeiten Archive - Der Eisenbahner</title>
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	<item>
		<title>Marvin Püthe von Auraport im Interview</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Der Eisenbahner]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Mar 2026 22:05:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Persönlichkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Auraport Marvin Püthe]]></category>
		<category><![CDATA[Auraport UG]]></category>
		<category><![CDATA[Lokführer Lohn]]></category>
		<category><![CDATA[Marvin Püthe]]></category>
		<category><![CDATA[Personaldienstleister]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Heute sprechen wir mit Marvin Püthe, Gründer und Geschäftsführer der Auraport UG. Im Interview erzählt</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://dereisenbahner.net/persoenlichkeiten/puethe/">Marvin Püthe von Auraport im Interview</a> erschien zuerst auf <a href="https://dereisenbahner.net">Der Eisenbahner</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Heute sprechen wir mit<a href="https://www.linkedin.com/in/marvin-p%C3%BCthe-5471a43a8/"> Marvin Püthe</a>, Gründer und Geschäftsführer der <a href="https://auraport.eu/">Auraport UG</a>.</p>
<p>Im Interview erzählt er von seinem Weg vom Triebfahrzeugführer in die Geschäftsführung und gibt Einblicke in Recruiting und Fachkräfte in der Eisenbahnbranche.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Können Sie sich der Community bitte kurz vorstellen?</strong></p>
<p>Hallo zusammen, mein Name ist Marvin Püthe und ich bin gelernter Eisenbahner. Meine Ausbildung zum Triebfahrzeugführer bei der Deutschen Bahn habe ich 2013 begonnen und 2016 erfolgreich abgeschlossen. Nach einigen Jahren im Führerstand wollte ich die Branche noch aus einer anderen Perspektive kennenlernen und wechselte 2020 in die Disposition.</p>
<p>Dort habe ich viele strukturelle Herausforderungen der Eisenbahnbranche aus nächster Nähe erlebt. 2025 habe ich schließlich Auraport gegründet. Mein Ziel war von Anfang an, nicht nur über die Zukunft der Schiene zu sprechen, sondern aktiv meinen Beitrag zur „Starken Schiene“ zu leisten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img decoding="async" class="wp-image-1613 size-medium" src="https://dereisenbahner.net/wp-content/uploads/2026/03/Logo-Auraport-300x105.png" alt="" width="300" height="105" srcset="https://dereisenbahner.net/wp-content/uploads/2026/03/Logo-Auraport-300x105.png 300w, https://dereisenbahner.net/wp-content/uploads/2026/03/Logo-Auraport-1024x359.png 1024w, https://dereisenbahner.net/wp-content/uploads/2026/03/Logo-Auraport-768x269.png 768w, https://dereisenbahner.net/wp-content/uploads/2026/03/Logo-Auraport-770x270.png 770w, https://dereisenbahner.net/wp-content/uploads/2026/03/Logo-Auraport-370x130.png 370w, https://dereisenbahner.net/wp-content/uploads/2026/03/Logo-Auraport.png 1277w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Wie kam es zum Schritt in die Arbeitnehmerüberlassung?</strong></p>
<p>Der Wechsel war für mich eine logische Entwicklung. Ich kenne die Eisenbahnbranche aus der Praxis und habe erlebt, wie stark sich Personalengpässe auf den Betrieb auswirken können. Gerade wenn kurzfristig Personal fehlt, gerät schnell der gesamte Fahrplan unter Druck.</p>
<p>Mit Auraport möchten wir genau dort ansetzen. Wir unterstützen Eisenbahnverkehrsunternehmen gezielt, wenn personelle Engpässe entstehen, und sorgen dafür, dass der Betrieb weiterhin zuverlässig laufen kann. Arbeitnehmerüberlassung kann in solchen Situationen ein wichtiger Baustein sein, um Stabilität ins System zu bringen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Was macht für Sie eine Bewerbung wirklich überzeugend?</strong></p>
<p>Für mich stehen zwei Dinge ganz klar im Mittelpunkt: Ehrlichkeit und Zuverlässigkeit. Ohne diese Werte funktioniert in der Eisenbahnbranche keine Zusammenarbeit. Gerade im operativen Betrieb müssen sich alle Beteiligten absolut aufeinander verlassen können.</p>
<p>Eine Bewerbung überzeugt mich vor allem dann, wenn sie authentisch ist. Perfekte Formulierungen oder Standardfloskeln sind weniger entscheidend. Viel wichtiger ist, dass man spürt, dass sich jemand wirklich für den Beruf interessiert und sich mit unserer Vision bei Auraport identifizieren kann.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Wo sehen Sie aktuell die größten Herausforderungen?</strong></p>
<p>Die größte Herausforderung ist momentan sicherlich die hohe Fluktuation im Markt. Fachkräfte sind stark gefragt und wechseln entsprechend häufig den Arbeitgeber. Für viele Unternehmen wird es dadurch immer schwieriger, Personal langfristig zu binden.</p>
<p>Unser Ansatz ist deshalb klar: Wir möchten ein Arbeitsumfeld schaffen, das Sicherheit, Stabilität und ein starkes Teamgefühl bietet. In einer Branche, die oft von Hektik geprägt ist, kann genau diese Ruhe und Verlässlichkeit ein entscheidender Vorteil sein.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Welches Hobby gibt Ihnen den perfekten Ausgleich zum Alltag als Geschäftsführer?</strong></p>
<p>Der Fußball spielt für mich eine große Rolle und bietet mir einen idealen Ausgleich zum beruflichen Alltag. Mein Lieblingsverein steht dabei natürlich im Mittelpunkt. Besonders faszinierend finde ich den Zusammenhalt, der im Fußball entsteht.</p>
<p>Diese Parallele lässt sich auch gut auf meine Arbeit übertragen. Egal ob auf dem Spielfeld, in der Kurve beim Anfeuern oder im Arbeitsalltag bei Auraport – ohne echten Zusammenhalt entsteht kein erfolgreiches Team.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Welche Benefits sind Ihnen besonders wichtig?</strong></p>
<p>Ein moderner Arbeitsplatz besteht heute aus deutlich mehr als nur klassischen Zusatzleistungen. Für mich ist besonders wichtig, dass Benefits nicht einfach von oben vorgegeben werden.</p>
<p>Bei Auraport entstehen viele Ideen im Austausch mit dem Team. Gemeinsam überlegen wir, was den Arbeitsalltag wirklich verbessert und welche Angebote für unsere Mitarbeitenden einen echten Mehrwert darstellen. Dieses gemeinsame Entwickeln stärkt gleichzeitig auch das Wir-Gefühl im Unternehmen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Reisen Sie privat auch gerne mit der Bahn?</strong></p>
<p>Absolut. Ich bin auch privat sehr gern mit der Bahn unterwegs. Dabei habe ich allerdings eine klare Regel: Die Reise muss möglichst stressfrei sein. Deshalb plane ich immer ausreichend Zeitpuffer ein.</p>
<p>Wenn einmal ein Anschlusszug verpasst wird, bringt mich das nicht aus der Ruhe. Meine Liste an Reisezielen ist bereits ziemlich lang, doch es gibt sicherlich noch viele spannende Orte, die man bequem mit der Bahn erreichen kann.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Wo sehen Sie sich und Auraport in den nächsten zehn Jahren?</strong></p>
<p>Ich hoffe natürlich, dass Auraport sich in den kommenden Jahren als feste Größe in der Eisenbahnbranche etablieren kann. Wachstum um jeden Preis ist für mich dabei allerdings nicht das wichtigste Ziel.</p>
<p>Entscheidend ist, dass das Unternehmen gesund wächst und unsere Mitarbeitenden sich langfristig wohlfühlen. Persönlich wünsche ich mir vor allem, dass wir alle gesund bleiben und weiterhin mit Begeisterung an der Zukunft der Schiene arbeiten können.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Welchen Karriere-Rat geben Sie Menschen, die heute im Personalwesen durchstarten möchten?</strong></p>
<p>Unsere eigene Unternehmensgründung liegt noch nicht lange zurück, deshalb sehe ich mich nicht als allwissenden Experten. Aber eine Sache habe ich in dieser Zeit gelernt:</p>
<p>&nbsp;</p>
<blockquote><p>Man muss den Schritt einfach wagen.</p></blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<p>„Einfach machen“ klingt zunächst simpel, doch dahinter steckt eine Menge Mut und eine gute Vorbereitung. Wer einen klaren Plan hat und bereit ist, aus Fehlern zu lernen, sollte nicht zu lange zögern. Gerade Unternehmertum besteht oft aus Trial and Error und genau das gehört zum Prozess dazu.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Abschluss</h2>
<p>Vielen Dank, Her Püthe, für das spannende Interview. 🙂</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;">Für mehr spannende Interviews aus dem Kosmos der Eisenbahn.</p>
<p style="text-align: center;">Hier klicken</p>
<p style="text-align: center;"><a class="mb-button mb-style-raised mb-size-default mb-corners-default mb-text-style-heavy " href="https://dereisenbahner.net/category/persoenlichkeiten/">ZU DEN INTERVIEWS</a></p>
<p style="text-align: center;">Bei Fragen oder Bemängelung bitte eine Mail an: info@dereisenbahner.net</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://dereisenbahner.net/persoenlichkeiten/puethe/">Marvin Püthe von Auraport im Interview</a> erschien zuerst auf <a href="https://dereisenbahner.net">Der Eisenbahner</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Geschäftsführer Frank von Meißner im Interview!</title>
		<link>https://dereisenbahner.net/persoenlichkeiten/meissner/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Der Eisenbahner]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Mar 2026 21:12:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Persönlichkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Die Regionenbahn GmbH]]></category>
		<category><![CDATA[Dipl.-Kfm. Frank von Meißner]]></category>
		<category><![CDATA[Frank von Meißner]]></category>
		<category><![CDATA[frank von meißner ludwigsburg]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Expertengespräch: Frank von Meissner über Streckenreaktivierungen, die Herausforderungen der Infrastruktur und eine lebenslange Leidenschaft für</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://dereisenbahner.net/persoenlichkeiten/meissner/">Geschäftsführer Frank von Meißner im Interview!</a> erschien zuerst auf <a href="https://dereisenbahner.net">Der Eisenbahner</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Expertengespräch: <a href="https://von-meissner.de/">Frank von Meissner</a> über Streckenreaktivierungen, die Herausforderungen der Infrastruktur und eine lebenslange Leidenschaft für die Eisenbahn.</strong></p>
<p>Heute sprechen wir mit Frank von Meissner, dem Geschäftsführer des Zweckverbands HHB Calw und einem Eisenbahner durch und durch.<br />
Herr von Meissner teilt Einblicke aus seinem beeindruckenden Werdegang, vom Modellbahn-Startset in der Kindheit über den Aufbau neuer Verkehrssysteme bis hin zur erfolgreichen Reaktivierung der Hermann-Hesse-Bahn Anfang 2026. Er beleuchtet die akuten Hürden im deutschen Schienennetz, ordnet technische und politische Entwicklungen ein und erklärt, warum die Eisenbahn für ihn weit mehr als nur ein Beruf ist.</p>
<p><strong>Frank von Meissner, blicken wir einmal zurück: Hatten Sie schon als Kind das Gefühl, dass die Eisenbahn einmal eine so große Rolle in Ihrem Leben spielen würde oder gab es ein bestimmtes Erlebnis, das Sie auf diesen Weg geführt hat?</strong><br />
Bei mir war es ein glücklicher Zufall: 1984 brachte mein Vater von einer Dienstreise ein Modellbahn‑Startset als Geschenk mit. Dieses kleine Set war für mich die Weichenstellung für mein ganzes Berufsleben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Sie verfügen über mehrere Diplome, unter anderem in den Bereichen Planung, Verkehr und Logistik. Planen Sie lieber innerhalb vorgegebener Strukturen oder reizt es Sie mehr, selbst die Grundlagen zu schaffen, auf denen andere später planen können?</strong><br />
Was mich besonders begeistert, ist der Aufbau von Neuem. So durfte ich 2003 bei der Hohenzollerischen Landesbahn mit dem Ringzug einen neuen Verkehrsbetrieb und damit ein neues SPNV-Verkehrssystem im südlichen Schwarzwald aufbauen. Und deshalb habe ich auch ein Faible dafür entwickelt, stillgelegte Eisenbahnstrecken zu reaktivieren.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Sie haben an der Universität Stuttgart studiert, an dem auch Erwin Schrödinger forschte. Wie haben Sie die Atmosphäre dieser Universität erlebt, und was hat Sie dort besonders geprägt?</strong><br />
In Stuttgart erlebte ich die spannende Kombination, Betriebswirtschaft zu studieren und gleichzeitig am renommierten Lehrstuhl für Eisenbahn‑ und Verkehrswesen unter Professor Heimerl zu lernen. Heimerl war damals ein führender Kopf im deutschen Eisenbahningenieurwesen – er war maßgeblich an der S‑Bahn‑Führung zwischen Stuttgart‑Vaihingen und Stuttgart‑Schwabstraße beteiligt und gilt als Erfinder von „Stuttgart 21“. Diese enge Verzahnung von Theorie und Praxis prägte mich nachhaltig.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Ihr beruflicher Werdegang liest sich beeindruckend: Freier Journalist, Gremienmitglied im VDV, Eisenbahnbetriebsleiter, Berater, Co-Gründer und seit Anfang 2025 Geschäftsführer des Zweckverbands HHB Calw. Wie gelingt es Ihnen, all diese Aufgaben miteinander zu verbinden?</strong><br />
Ein schöner Leitsatz lautet: „Mache das, was du gerne machst, und du musst nie mehr arbeiten.“ Das trifft für mich zu, ich lebe für und mit der Eisenbahn. Deshalb ist es für mich selbstverständlich, dass meine Arbeit nicht in eine klassische 5‑Tage‑ oder 45‑Stunden‑Woche gepackt werden kann.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Wenn Sie morgens aufstehen – beginnt Ihr Tag mit dem Blick aufs Handy oder mit einem Kaffee?</strong><br />
Beides, ich starte den Tag mit einem Blick aufs Handy, aber ohne einen Kaffee geht es nicht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Am 1. Februar 2026 fiel der Startschuss für die Wiederinbetriebnahme der Bahn zwischen Calw und Stuttgart über Weil der Stadt – die Hermann-Hesse-Bahn. Was war der Impuls, dieses Projekt voranzutreiben?</strong><br />
Ich wurde erst in einer sehr späten Projektphase im Herbst 2024 gefragt, ob ich bei der baulichen Fertigstellung und dann bei der Inbetriebnahme unterstützen kann. Die Möglichkeit, ein so umfangreiches Projekt – die Hermann‑Hesse‑Bahn ist eine der aufwendigsten und langwierigsten Reaktivierungen einer Eisenbahn in Deutschland – zu vollenden und in Betrieb zu nehmen, und das noch in meiner unmittelbaren Nachbarschaft, war eine einmalige Chance: Die wollte ich nicht verpassen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-1606 aligncenter" src="https://dereisenbahner.net/wp-content/uploads/2026/03/Bild-von-FM-300x169.jpg" alt="" width="300" height="169" srcset="https://dereisenbahner.net/wp-content/uploads/2026/03/Bild-von-FM-300x169.jpg 300w, https://dereisenbahner.net/wp-content/uploads/2026/03/Bild-von-FM-768x433.jpg 768w, https://dereisenbahner.net/wp-content/uploads/2026/03/Bild-von-FM-870x493.jpg 870w, https://dereisenbahner.net/wp-content/uploads/2026/03/Bild-von-FM-800x450.jpg 800w, https://dereisenbahner.net/wp-content/uploads/2026/03/Bild-von-FM-770x434.jpg 770w, https://dereisenbahner.net/wp-content/uploads/2026/03/Bild-von-FM-370x208.jpg 370w, https://dereisenbahner.net/wp-content/uploads/2026/03/Bild-von-FM-270x152.jpg 270w, https://dereisenbahner.net/wp-content/uploads/2026/03/Bild-von-FM.jpg 875w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Welche Hürden mussten dabei überwunden werden? Gab es Momente, in denen Sie an der Realisierung gezweifelt haben?</strong><br />
Die Hürden waren immens und größer, als ich es je erwartet hatte. Besonders schwierig war, dass die behördlichen Baugenehmigungen – die sogenannten Planfeststellungsbeschlüsse – sehr spät, eigentlich zu spät, eintrafen. Der letzte Beschluss kam erst Ende August 2025, obwohl wir bereits den Inbetriebnahmetermin Jahresende 2025 im Blick hatten.<br />
Dadurch mussten wir die Bauabläufe immer wieder neu planen und die umfangreichen Bauarbeiten von 2025 auf eine sehr kurze Zeit komprimieren und sogar in den Winter legen – eine ungünstige Jahreszeit für den Bau im Nordschwarzwald. Alle Beteiligten gingen über ihre Grenzen hinaus, wir bauten praktisch rund um die Uhr. Nun fährt die Hermann-Hesse-Bahn seit Februar zuverlässig und ist stark frequentiert: Die Züge sind wortwörtlich ein „voller Erfolg“, was uns sehr motiviert. Die Mühen haben sich gelohnt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Wie gehen Sie mit Rückschlägen bei Projekten um? Suchen Sie nach neuen Argumenten – oder wissen Sie, wann es Zeit ist, eine Idee ruhen zu lassen?</strong><br />
Eisenbahnprojekte und Streckenreaktivierungen sind Marathon‑ und Hindernisläufe zugleich. Man braucht langen Atem und echtes Durchhaltevermögen. Rückschläge – sei es politischer oder technischer Natur – gehören dazu. Das zeigt sich z. B. bei der Stadtbahn Ludwigsburg, wo voraussichtlich nur ein kleinerer Teil des Gesamtsystems realisiert werden wird. Ich motiviere mich stets aus der Sache heraus, ziehe Kraft aus der Unterstützung meiner Freunde und Familie.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Wenn Sie für einen Moment das Geschehen am Bahnsteig beobachten: Wie würden Sie den aktuellen Zustand der Eisenbahn in Deutschland beschreiben? Was funktioniert gut, wo sehen Sie Nachholbedarf?</strong><br />
Einerseits verkehren in Deutschland mehr Güter‑ und Reisezüge als je zuvor. Andererseits ist das Streckennetz vielerorts überlastet, veraltet und marode. Es fehlt an ausreichender und nachhaltiger Finanzierung des Schienenverkehrs und der Infrastruktur. Während über Jahre hinweg stark gespart wurde, stehen jetzt plötzlich Mittel zur Verfügung: Doch nun mangelt es an Planern, Bauunternehmen und Abnahmeprüfern, die die dringend notwendige Sanierung und Modernisierung stemmen können.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Haben Sie den Eindruck, dass die Politik inzwischen wirklich versteht, wie komplex die Eisenbahn ist?</strong><br />
Nein, ich habe nicht den Eindruck, dass das Regierungsbündnis Verständnis und Interesse für das Eisenbahnsystem hat. Deshalb wurden von der aktuellen Regierung bislang keine wegweisenden Entscheidungen für eine umfassende Reform und nachhaltige Finanzierung getroffen. Und uns rennt die Zeit davon, denn der Nachholbedarf ist groß.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Wie ließen sich Ihrer Meinung nach die Pünktlichkeitswerte in Deutschland nachhaltig verbessern?</strong></p>
<ul>
<li>Erstens müsste man sich ehrlich machen und deutlich mehr Geld in den Bestand investieren, statt in teure Prestigeprojekte mit fragwürdigem Nutzen (ein negatives Beispiel ist z. B. der milliardenschwere Pfaffensteig‑Tunnel).</li>
<li>Zweitens muss viel mehr in Richtung präventiver Instandhaltung gemacht werden: Ersatzteile vorrätig zu haben kostet zwar, vermindert aber teure Störungen.</li>
<li>Drittens sollte man nachdenken, den Verkehr auf stark überlasteten Strecken und Knotenbahnhöfen zu reduzieren: also lieber einen etwas ausgedünnten, aber dafür verlässlichen Takt im Regionalverkehr anbieten.</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Sind Sie eher ein Befürworter groß angelegter Generalsanierungen mit vollständigen Sperrungen – oder halten Sie Teilsperrungen bei laufendem Betrieb für den praktikableren Weg?</strong><br />
Das Ausmaß, in dem Strecken gesperrt werden, ist atemberaubend. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man wichtige Autobahnen und Schnellstraßen ähnlich lange und umfassend sperren würde, da bräche vermutlich eine Revolte aus. Der Blick in die Vergangenheit zeigt, dass früher umfangreiche Bauarbeiten unter laufendem Betrieb durchgeführt wurden, erinnert sei an die Elektrifizierung der Schwarzwaldbahn zwischen Offenburg und Singen mit eingleisiger Betriebsführung.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Würden Sie eine schnellere Einführung von ETCS bevorzugen – oder den zügigen Ausbau klassischer Ks-Signale?</strong><br />
ETCS reduziert den Aufwand für Verkabelung und vereinfacht damit den Bau von LST erheblich. Die fehlenden planerischen und baulichen Kapazitäten, die fehlenden finanziellen Mittel sowie der gewaltige Nachholbedarf stehen aber einer schnellen Umsetzung von ETCS entgegen. Klassische ESTWs mit Ks‑Signalen bleiben daher in vielen Bereichen sinnvoll. DS 301 und DV 301 behalten also bis auf Weiteres ihre Relevanz.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Wenn Sie heute auf politischer Ebene eine konkrete Veränderung im Eisenbahnsektor anstoßen könnten – welches Thema würden Sie als Erstes anpacken?</strong><br />
Eine nachhaltige und dauerhafte Finanzierung, bei der die externen Kosten des Verkehrsverursachers, also des Straßenverkehrs, gerecht auf die jeweiligen Verkehrsträger verteilt werden. Der Straßenverkehr verursacht erhebliche Folgekosten, neben Umweltschäden zum Beispiel für Unfälle, Polizeieinsätze oder Gesundheitsschäden.<br />
Ein persönliches Beispiel: Ein Geschäftsfreund wurde unverschuldet von einem Auto angefahren, erlitt schwere Verletzungen und fiel monatelang aus dem Berufsleben. Solche Folgekosten werden nicht dem Straßenverkehr zugeordnet, obwohl sie von ihm verursacht werden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Sie besitzen selbst einen Triebfahrzeugführerschein. Erinnern Sie sich noch an Ihre Prüfung?</strong><br />
Ich erinnere mich besonders an eine schwierige Prüfungsfahrt, bei der die Signaltechnik infolge eines Gewitters bei der Hohenzollerischen Landesbahn fast komplett ausfiel. Das erhöhte die Nervosität enorm – wir Prüflinge fuhren mit zitternden Händen am Fahrbremshebel. Trotzdem bestand ich die Prüfung. Die Anforderungen waren damals bereits hoch, heute sind sie noch anspruchsvoller, insbesondere durch die zunehmende Digitalisierung.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Welche Fahrzeuge sind Sie selbst gefahren?</strong><br />
Meine Laufbahn begann ich als Kleinlokbediener auf einer Köf 2 (Baureihe 323) im privat ausgelagerten Rangierdienst beim DB-Autoreisezug in Kornwestheim. Anschließend fuhr ich als Streckenlokführer auf Triebwagen bei der Hohenzollerischen Landesbahn. 2012 qualifizierte ich mich für den Güter‑Fernverkehr und fahre mittlerweile alle gängigen Drehstrom‑Baureihen deutschlandweit.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Gibt es eine außergewöhnliche Situation im Fahrbetrieb, die Ihnen bis heute in Erinnerung geblieben ist?</strong><br />
Ein besonders eindrücklicher Vorfall war ein Nothaltauftrag, weil eine geistig verwirrte Person im viergleisigen Abschnitt bei Esslingen herumlief. Die Polizei konnte den Mann dann sicher aus dem Gleis führen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-1607 aligncenter" src="https://dereisenbahner.net/wp-content/uploads/2026/03/Bild-FM-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" srcset="https://dereisenbahner.net/wp-content/uploads/2026/03/Bild-FM-300x199.jpg 300w, https://dereisenbahner.net/wp-content/uploads/2026/03/Bild-FM.jpg 370w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Welches Bild haben Sie heute vom Beruf des Triebfahrzeugführers?</strong><br />
Viele Kolleginnen und Kollegen bringen enorme Leidenschaft mit. Das Besondere an der „Familie der Eisenbahner“ ist genau diese Leidenschaft! Gleichzeitig verlangt der Beruf ein hohes Maß an Belastbarkeit und Flexibilität, weil die häufig mangelhafte Betriebsqualität die Schichtpläne durcheinanderwirbelt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Persönliche Kurzfragen: <strong>Welche Baureihe zählt zu Ihren persönlichen Favoriten?</strong><br />
Meine Lieblingsbaureihe ist der Taurus. Er überzeugt durch hohen Bedienkomfort und (früher) herausragende Zuverlässigkeit.</p>
<p><strong>Drei Bahnhöfe, die Ihnen besonders ans Herz gewachsen sind?</strong></p>
<ul>
<li>Der Bahnhof meiner Heimatstadt Herrenberg, ich wohne direkt daneben und habe dort schon einmal drei Stunden wegen einer Störung einen Güterzug geparkt und die Wartezeit bequem in der heimischen Wohnung direkt daneben verbracht.</li>
<li>Der Züricher Kopfbahnhof mit seinem beeindruckenden Gleisvorfeld, in den ich mehrmals Sonderzüge fahren durfte (mit Schweizer Lotsen).</li>
<li>Der Bahnhof Pfullendorf, am Ende einer 25 km langen Bahnstrecke, die wir 2009 nach fünf Jahren Stilllegung wiedereröffnen durften.</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Ihre absolute Lieblingsstrecke?</strong><br />
Die Ablachtalbahn zwischen Stockach und Mengen. Sie strahlt noch viel <a href="https://dereisenbahner.net/">Eisenbahnromantik</a> aus, und ich durfte bei ihrer Rettung und Übernahme durch die Kommunen mitwirken. Heute fahre ich dort mit meinem eigenen Eisenbahnverkehrsunternehmen, der Regionenbahn GmbH, die Freizeit‑Züge im Auftrag der DB Regio.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Selbstgekochtes im Dienst oder lieber etwas bestellen?</strong><br />
Im Dienst nehme ich immer einen guten Vorrat an Käsebrötchen mit.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Vervollständigen Sie bitte: Wir brauchen mehr … / Wir brauchen weniger …</strong><br />
Wir brauchen mehr Optimismus und Eisenbahn.<br />
Wir brauchen weniger Egoismus und Fake‑News.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Lieber in einen überfüllten Zug steigen, der pünktlich ist – oder auf einen leeren Zug warten, der Verspätung hat?</strong><br />
Keine der beiden Optionen. Ziel muss ein pünktlicher und attraktiver Zug mit ausreichend Platz sein! Nur dann haben wir unseren Job gut gemacht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Drei Dinge, die Sie auf eine einsame Insel mitnehmen würden?</strong><br />
Ohne Eisenbahn würde ich gar nicht auf eine einsame Insel gehen wollen!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Der Eisenbahner – Spezialfragen</strong><br />
Wenn Sie drei Menschen aus der Vergangenheit persönlich treffen könnten: Wen würden Sie wählen?<br />
Helmut Schmidt, George Stephenson und Friedrich von Weizsäcker.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Welcher Ort im Universum würde Sie bei grenzenloser Raumfahrt am meisten anziehen?</strong><br />
Unsere Erde. Es ist ein Wunder, dass wir einen so lebenswerten Planeten haben – und es gibt keine zweite Erde.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Vor Ihnen steht ein Tor. Drei Pfade liegen vor Ihnen: Der erste führt in eine Welt, die Sie kennen. Der zweite in eine vertraute mit neuen Regeln. Der dritte in eine völlig unbekannte Realität. Welchen Weg wählen Sie?</strong><br />
Ich bin offen für Neues, aber dennoch sicherheitsbewusst&#8230;daher wähle ich den zweiten Weg.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;">Für mehr spannende Interviews aus dem Kosmos der Eisenbahn.</p>
<p style="text-align: center;">Hier klicken</p>
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			</item>
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		<title>Geschäftsführerin Diana Döpping im Interview</title>
		<link>https://dereisenbahner.net/persoenlichkeiten/diana-doepping/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Der Eisenbahner]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Nov 2025 07:45:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Persönlichkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Diana Döpping]]></category>
		<category><![CDATA[Diana Döpping ERC.D GmbH]]></category>
		<category><![CDATA[Diana Döpping Güterbahnen]]></category>
		<category><![CDATA[Diana Döpping im Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Diana Döpping Nürnberg]]></category>
		<category><![CDATA[Diana Döpping Schatzmeisterin]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Expertengespräch: Diana Döpping über Spezialverkehr, Fachkräftemangel und Teamgeist in der Eisenbahnbranche. Heute sprechen wir mit</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://dereisenbahner.net/persoenlichkeiten/diana-doepping/">Geschäftsführerin Diana Döpping im Interview</a> erschien zuerst auf <a href="https://dereisenbahner.net">Der Eisenbahner</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Expertengespräch:</strong> <a href="https://die-gueterbahnen.com/ueber-uns/mitarbeiter.html">Diana Döpping</a> über Spezialverkehr, Fachkräftemangel und Teamgeist in der<a href="https://dereisenbahner.net/"> Eisenbahnbranche.</a><br />
<em>Heute sprechen wir mit der Geschäftsführerin der ERC.D GmbH, einem spezialisierten EVU der TEX Holding.</em></p>
<p>Frau Döpping teilt Einblicke aus ihrer über 20-jährigen Laufbahn in der Eisenbahnbranche, beleuchtet die Herausforderungen im Spezialverkehr und erklärt, warum ein starker Teamgeist für den Erfolg im anspruchsvollen Bahnbetrieb heute wichtiger ist als je zuvor.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Können Sie sich der Community bitte kurz vorstellen?</strong></p>
<p>Hallo zusammen, mein Name ist Diana Döpping, ich bin 41 Jahre alt und seit 2001 in der Eisenbahnbranche tätig. Gestartet bin ich bei DB Training in Nürnberg. 2011 wechselte ich in die damalige ER. bahn-consulting, die mein Bruder gegründet hatte. Dort und später im Verbund der ERC. Unternehmensgruppe habe ich viele verschiedene Bereiche begleitet.</p>
<p>Heute bin ich Geschäftsführerin der ERC.D GmbH, einem von 14 Tochterunternehmen der <a href="https://www.tex-holding.com/">TEX Holding.</a> Privat bin ich bodenständig, neugierig und jemand, der Herausforderungen lieber anpackt, statt lange darüber zu reden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Ihre Laufbahn begann im kaufmännischen Bereich bei der Deutschen Bahn und führte Sie später in leitende Funktionen. Was hat Sie besonders geprägt?</strong></p>
<p>Am meisten geprägt haben mich die Menschen: Kolleg:innen, Mitarbeiter, Partner und natürlich die Höhen und Tiefen, die man erlebt, wenn man Unternehmen mit aufbaut, führt und weiterentwickelt. Jede dieser Phasen hat meinen Blick geschärft und mich professionell, aber auch persönlich weitergebracht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<figure id="attachment_1476" aria-describedby="caption-attachment-1476" style="width: 225px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-1476" src="https://dereisenbahner.net/wp-content/uploads/2025/11/thumbnail_IMG_7966-225x300.jpg" alt="Diana Döpping (Privat)" width="225" height="300" srcset="https://dereisenbahner.net/wp-content/uploads/2025/11/thumbnail_IMG_7966-225x300.jpg 225w, https://dereisenbahner.net/wp-content/uploads/2025/11/thumbnail_IMG_7966-450x600.jpg 450w, https://dereisenbahner.net/wp-content/uploads/2025/11/thumbnail_IMG_7966-370x492.jpg 370w, https://dereisenbahner.net/wp-content/uploads/2025/11/thumbnail_IMG_7966.jpg 481w" sizes="(max-width: 225px) 100vw, 225px" /><figcaption id="caption-attachment-1476" class="wp-caption-text">Diana Döpping (Privat)</figcaption></figure>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Seit mehr als fünf Jahren leiten Sie die ERC.D GmbH. Was macht Ihr EVU besonders und wo liegt aktuell der Schwerpunkt?</strong></p>
<p>Besonders macht uns unsere Flexibilität, Fachkenntnis und ein Team, das auf Augenhöhe arbeitet. Ohne das wäre unser Geschäft nicht möglich.</p>
<p>Der aktuelle Schwerpunkt liegt ganz klar auf:</p>
<ul>
<li>geschleppten Überführungsfahrten mit eigenen Kuppelwagen</li>
<li>Überführungen aus eigener Kraft</li>
<li>europaweit, mit anspruchsvoller Planung</li>
</ul>
<p>Genau dort sind wir stark, zuverlässig, schnell und lösungsorientiert.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Probe- und Zulassungsfahrten sind ein Spezialbereich. Welche Herausforderungen bringt dieser Sektor mit sich?</strong></p>
<p>Das Wichtigste ist die extrem enge Abstimmung zwischen Vertrieb, Planung und Kunde. Viele Projekte sind komplex und brauchen:</p>
<ul>
<li>intensive Kommunikation</li>
<li>detaillierte Disposition</li>
<li>präzise Vorbereitung</li>
</ul>
<p>Nur wenn alle Zahnräder greifen, laufen diese Zulassungs- und Probefahrten reibungslos.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Sie verantworten kaufmännische und operative Themen. Welche Fähigkeiten helfen Ihnen dabei, die Balance zu halten?</strong></p>
<p>Ganz eindeutig: Interesse, Planungsstärke und Abstimmung. Ich komme zwar aus dem kaufmännischen Bereich, habe aber über die Jahre auch viele operative Themen begleitet.<br />
Im EVU lernt man schnell, wie wichtig ein gutes Sicherheitsmanagementsystem, saubere Prozesse und fachliche Abstimmung sind.<br />
Dazu kommt wertvoller Input aus Verbandsveranstaltungen, Netzwerken und dem Austausch mit meinem <a href="https://dereisenbahner.net/category/persoenlichkeiten/">Geschäftsführerkollegen.</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<figure id="attachment_1477" aria-describedby="caption-attachment-1477" style="width: 300px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-1477" src="https://dereisenbahner.net/wp-content/uploads/2025/11/20240919_1238472-300x186.jpg" alt="ERC.D GmbH" width="300" height="186" srcset="https://dereisenbahner.net/wp-content/uploads/2025/11/20240919_1238472-300x186.jpg 300w, https://dereisenbahner.net/wp-content/uploads/2025/11/20240919_1238472-1024x634.jpg 1024w, https://dereisenbahner.net/wp-content/uploads/2025/11/20240919_1238472-768x475.jpg 768w, https://dereisenbahner.net/wp-content/uploads/2025/11/20240919_1238472-770x476.jpg 770w, https://dereisenbahner.net/wp-content/uploads/2025/11/20240919_1238472-370x229.jpg 370w, https://dereisenbahner.net/wp-content/uploads/2025/11/20240919_1238472.jpg 1461w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-1477" class="wp-caption-text">ERC.D GmbH</figcaption></figure>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Die Bahnbranche verändert sich stark. Welche Themen beschäftigen Sie täglich am meisten?</strong></p>
<p>Platz 1: Fachkräftemangel.<br />
Personal zu finden ist heute extrem schwierig.<br />
Personal zu halten, trotz Verspätungen, Umleitungen und Belastungen im Alltag, ist mindestens genauso herausfordernd.<br />
Hier sind Wertschätzung und Anerkennung entscheidend.</p>
<p>Zweites großes Thema: Digitalisierung. Unsere Muttergesellschaft treibt vieles zentral voran, was uns als kleines EVU fordert,  aber wir gehen es Schritt für Schritt an.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Gab es einen Moment, der für Sie ein Wendepunkt in Ihrer Karriere war?</strong></p>
<p>Ja, die Entscheidung, in die Selbstständigkeit zu gehen. Das hat mich nicht viel Überwindung gekostet, aber es war ein klarer Wendepunkt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<blockquote><p>Mein Motto war immer:<br />
„Wenn man es nicht versucht, weiß man nie, wie es wird.“<br />
Trial and Error.</p>
<p>&nbsp;</p></blockquote>
<p>Alles andere sind wertvolle Erfahrungen, die man über die Jahre sammelt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Welchen Rat geben Sie jungen Menschen, die in der Bahnbranche Karriere machen möchten, insbesondere Frauen?</strong></p>
<p>Ich hätte mit 17 nie gedacht, dass ich in der Bahnbranche lande, aber rückblickend hätte ich keine bessere Branche wählen können.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Mein Rat:</strong> Traut euch, macht Fehler, zeigt Interesse, bildet euch weiter, bewerbt euch auf Führungspositionen: <strong><em>Trial and Error!</em></strong></p>
<p>Und besonders an Frauen:<br />
Seid mutig und traut euch mehr zu</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Was begeistert Sie nach so vielen Jahren immer noch an Ihrer Arbeit? 🙂</strong></p>
<p>Ganz klar: die Menschen. Unsere Mitarbeiter, ihre Leidenschaft und die Vielfalt der Bahnbranche, die oft viel größer ist, als Außenstehende ahnen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielen Dank für Ihre Zeit und die Einblicke, Frau Döpping.</p>
<p>&nbsp;</p>
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			</item>
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		<title>Geschäftsführer Nicolai Volkmann im Interview</title>
		<link>https://dereisenbahner.net/persoenlichkeiten/nicolai-volkmann/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Der Eisenbahner]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Sep 2025 00:01:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Persönlichkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[erixx]]></category>
		<category><![CDATA[erixx Zug]]></category>
		<category><![CDATA[Metronom]]></category>
		<category><![CDATA[nicolai volkmann]]></category>
		<category><![CDATA[nicolai volkmann metronom]]></category>
		<category><![CDATA[volkmann metronom]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Unser heutiger Interviewpartner ist Nicolai Volkmann, Geschäftsführer und CFO von metronom, erixx und erixx Holstein.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Unser heutiger Interviewpartner ist <strong data-start="235" data-end="255">Nicolai Volkmann</strong>, Geschäftsführer und CFO von<em> metronom, erixx </em>und <em>erixx Holstein</em>. Die Unternehmen stehen für zuverlässige Regionalverkehre im Norden und setzen auf klare Prozesse, starke Teams und sichtbaren Nutzen für Fahrgäste. Herr Volkmann spricht über Ausschreibungen, Stabilität im Betrieb und Entscheidungen, die Wirkung zeigen. 🙂<em>🚂</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Frage 1: Herr Volkmann, können Sie sich bitte den Lesern vorstellen?</strong></p>
<p>Hallo zusammen, ich bin seit 2022 Geschäftsführer und CFO der <a href="https://dereisenbahner.net/unternehmen-stellen-sich-vor/der-metronom-im-interview/"><em>metronom Eisenbahngesellschaft</em></a> sowie der<em> erixx GmbH</em> und <em>erixx Holstein</em>. Beruflich mag ich klare Zahlen und geordnete Prozesse, vor allem wenn daraus gute Lösungen für Teams und Fahrgäste entstehen. Privat fahre ich gern Bahn und Fahrrad und bin Vater von zwei Schulkindern. Das hilft mir, pragmatisch zu bleiben und vorauszudenken. Mein Ziel ist Transparenz, Klarheit und eine Entwicklung, die Mitarbeitenden, Fahrgästen und den Regionen gut tut.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Frage 2: Sie kamen aus der Wirtschaftsprüfung. Warum der Wechsel in die Bahn?</strong></p>
<p>Nach Jahren in der Wirtschaftsprüfung wollte ich nicht länger nur „von außen“ beurteilen, sondern selbst gestalten. Die Bahn ist systemrelevant, herausfordernd und verbindet Wirtschaft mit Verantwortung. 2011 war mein Einstieg in eine Welt, in der strategische Steuerung und operative Nähe zusammenkommen mit dem gemeinsamen Ziel, Menschen zuverlässig von A nach B zu bringen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Frage 3: Was hat Sie bei Netinera besonders geprägt?</strong></p>
<p>Ich habe gelernt, große Veränderungen sauber zu strukturieren und verständlich zu kommunizieren. Als Leiter Rechnungswesen und später als Projektleiter für die Einführung von SAP habe ich gemerkt, wie wichtig klare Schnittstellen zwischen Fachbereichen und IT sind. In der Geschäftsführung habe ich die operative Realität mit Personalplanung und Verträgen aus nächster Nähe erlebt. Das hat meinen Blick auf das Ganze geschärft.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Frage 4: Was reizt Sie an der Doppelrolle Geschäftsführer und CFO?</strong></p>
<p>Mich reizt das Zusammenspiel von Finanzen, Prozessen und Menschen. Verlässliche Mobilität entsteht aus guter Planung, enger Abstimmung mit Partnern und dem ständigen Blick auf das, was für Fahrgäste und Belegschaft zählt. Von Finanzplanung über Organisation bis zur Personalplanung decke ich heute eine große Bandbreite ab. Das macht die Aufgabe lebendig.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-1459 aligncenter" src="https://dereisenbahner.net/wp-content/uploads/2025/09/image002-300x65.png" alt="" width="300" height="65" srcset="https://dereisenbahner.net/wp-content/uploads/2025/09/image002-300x65.png 300w, https://dereisenbahner.net/wp-content/uploads/2025/09/image002-370x80.png 370w, https://dereisenbahner.net/wp-content/uploads/2025/09/image002.png 618w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Frage 5: Metronom bleibt auf einem Teil des Hanse Netzes. Was bedeutet das für euch?</strong></p>
<p>Dass wir den nördlichen Teil weiter betreiben, also die Linien zwischen Bremen, Hamburg, Uelzen und Hannover, ist ein starkes Zeichen. Es bestätigt Leistung und Verlässlichkeit, gibt unserem Team Sicherheit und schafft Kontinuität in einer Zeit mit vielen Ausschreibungen. Das macht uns stolz und motiviert uns weiter.</p>
<p>&nbsp;</p>
<blockquote><p><em>&#8222;Das Gefühl, dass die Arbeit Sinn macht!&#8220;</em></p></blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Frage 6: Was motiviert Sie persönlich jeden Tag?</strong></p>
<p>Das Gefühl, dass die Arbeit Sinn hat. Wir gestalten Mobilität für Menschen und Regionen. Ich freue mich über engagierte Kolleginnen und Kollegen, über neue Aufgaben und über Momente, in denen Ideen Wirklichkeit werden und Teams wachsen. Verantwortung übernehmen und andere mitnehmen, das macht mir Freude.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Frage 7: Was sind Ihre drei Top Themen für 2025?</strong></p>
<p><strong>Erstens</strong> ein stabiler Betrieb mit vorausschauender Personalplanung, etwa beim Hanse Netz und bei enno. <strong>Zweitens</strong> sinnvolle Digitalisierung, die Berichte, Fahrgastinformation und interne Kommunikation spürbar einfacher macht. <strong>Drittens</strong> Nachhaltigkeit als fester Teil der Strategie, mit glaubwürdigen Konzepten für Ökostrom und effizienten Betrieb. Mir geht es darum, diese drei Themen klug zu verbinden und gemeinsam mit den Teams tragfähige Lösungen zu bauen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Frage 8: Welcher Moment war Ihr wichtigster Wendepunkt?</strong></p>
<p>Der Schritt aus der Beratung in die Bahn im Jahr 2011. Danach die Verantwortung in Eberswalde und Neustrelitz. Dort habe ich gelernt, operative Verantwortung und strategisches Denken zu verbinden. Das prägt mich bis heute.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Frage 9: Welche Führungswerte sind Ihnen wichtig?</strong></p>
<p>Verlässlichkeit, Offenheit und Zusammenarbeit. Ich möchte, dass man sich auf unser Wort verlassen kann. Neue Ideen sind willkommen, kritische Fragen auch. Gute Lösungen entstehen, wenn verschiedene Perspektiven gehört werden und Entscheidungen nachvollziehbar sind.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Frage 10: Ihr Rat an junge Menschen, die auch eine ähnliche Position anstreben?</strong></p>
<p>Neugierig bleiben, strukturiert arbeiten und verlässlich handeln. Das große Ganze im Blick behalten, früh Verantwortung übernehmen und über den eigenen Bereich hinausdenken. <strong>Und:</strong> bodenständig bleiben, zuhören, klar sprechen und Entscheidungen erklären.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Abschluss</h2>
<p>Vielen Dank, Nicolai Volkmann, für das aufschlussreiche Interview. 🙂</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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<p>&nbsp;</p>
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<p>&nbsp;</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Eisenbahn-Porträt mit CEO Anne Mathieu</title>
		<link>https://dereisenbahner.net/persoenlichkeiten/anne-mathieu/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Der Eisenbahner]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 27 Oct 2024 20:14:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Persönlichkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Anne Mathieu]]></category>
		<category><![CDATA[Anne Mathieu eurobahn]]></category>
		<category><![CDATA[eurobahn]]></category>
		<category><![CDATA[eurobahn 49 euro ticket]]></category>
		<category><![CDATA[eurobahn chefin]]></category>
		<category><![CDATA[eurobahn GmbH & Co. KG]]></category>
		<category><![CDATA[Eurobahn Jobs]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://dereisenbahner.net/?p=1263</guid>

					<description><![CDATA[<p>In einem inspirierenden Interview teilt eine außergewöhnliche Frau mit Kenntnissen in sechs Fremdsprachen ihre globalen</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In einem inspirierenden Interview teilt eine außergewöhnliche Frau mit Kenntnissen in sechs Fremdsprachen ihre globalen Führungserfahrungen und spricht offen über aktuelle Herausforderungen wie Ausschreibungen und strategische Entscheidungen im Unternehmen. Besonders beeindruckend sind ihre kühlen, aber präzisen Antworten. Sie lässt auch keinen Zweifel daran, wen sie bei den anstehenden US-Wahlen bevorzugt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>1. Frau Mathieu, als gebürtige Französin beherrschen Sie eine der schönsten und komplexesten Sprachen der Welt. Welche kulturellen und sprachlichen Gemeinsamkeiten sehen Sie zwischen Deutschland und Frankreich?</strong></p>
<p>Das ist eine sehr nette Frage; man spricht sonst immer über kulturelle Unterschiede! Aber wir, Deutsche und Franzosen, sind Nachbarn (mit 448 km gemeinsamer Grenze!) und vor allem Europäer! Ich sehe mehr Gemeinsamkeiten zwischen Deutschen und Franzosen als zwischen Franzosen und Brasilianern oder zwischen Deutschen und Chinesen – da ich in China und Brasilien gelebt habe, erlaube ich mir das zu beurteilen.</p>
<p>Das ist eine sehr nette Frage; man spricht sonst immer über kulturelle Unterschiede! Aber wir, Deutsche und Franzosen, sind Nachbarn (mit 448 km gemeinsamer Grenze!) und vor allem Europäer! Ich sehe mehr Gemeinsamkeiten zwischen Deutschen und Franzosen als zwischen Franzosen und Brasilianern oder zwischen Deutschen und Chinesen – da ich in China und Brasilien gelebt habe, erlaube ich mir das zu beurteilen. Ein paar Beispiele:</p>
<ul>
<li style="list-style-type: none;">
<ul>
<li>Wir lieben Bürokratie, obwohl wir die ganze Zeit dagegen schimpfen.</li>
<li>Lieblings-Smalltalk-Themen: Wetter und Fußball.</li>
<li>Wir idealisieren das Leben auf dem Land und nehmen gerne lange Wege in Kauf, um ein Haus mit einem Garten zu besitzen. Wohnen im Eigentum ist uns sowieso sehr wichtig.</li>
<li>Wir lieben Haustiere.</li>
<li>Etwas ernster: Obwohl sich der Kapitalismus seit dem 2. Weltkrieg in beiden Ländern unterschiedlich entwickelt hat, hat er in beiden Ländern eine immer größere Distanz zwischen reichen und armen Bürgern geschaffen, was wiederum heute zum Erfolg rechtsextremer Parteien in beiden Ländern führt.</li>
</ul>
</li>
</ul>
<p>Bei der Sprache wird es schwieriger: Französisch und Deutsch sind sehr unterschiedlich, aber im Deutschen findet man noch einige französische Wörter. Und sobald es wissenschaftlicher wird, findet man in beiden Sprachen die lateinische Wurzel. Und auch hier ist alles relativ: Ich würde sagen, dass die französische und die deutsche Grammatik sehr unterschiedlich sind, aber wenn ich sie mit der chinesischen Grammatik vergleiche, erkenne ich wiederum viele Gemeinsamkeiten, wie zum Beispiel die Konjugation von Verben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>2. Sie haben in Frankreich und Belgien studiert und arbeiten nun in Deutschland. War Ihr berufliches Ziel von Anfang an, in Deutschland tätig zu werden, oder haben sich Ihnen im Laufe der Zeit spannende Möglichkeiten eröffnet?</strong></p>
<p>Ich habe auch ein Semester in den USA studiert. Die Erfahrungen im Ausland, die ich während des Studiums gemacht habe, haben mir Lust auf eine Tätigkeit im Ausland gemacht. Deutschland war dann eher Zufall: Mein Mann hat hier zuerst eine Arbeit gefunden, und ich bin mitgegangen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>3. Was fasziniert Sie persönlich am meisten an der Eisenbahn?</strong></p>
<p>Die Nachhaltigkeit!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>4. Wie oft haben Sie in den letzten fünf Jahren die Bahn als Reisemittel genutzt?</strong></p>
<p>Ich habe kein Auto, das heißt, dass ich für kurze Strecken nur mit dem ÖPNV unterwegs bin, inklusive natürlich die regionalen Bahnen. Für längere Strecken bin ich wahrscheinlich zu 90 Prozent der Zeit mit der Bahn unterwegs. Ich bin früher (als ich in China und Brasilien gelebt habe) sehr viel geflogen, aber ich versuche heute, das Fliegen auf einmal alle zwei Jahre zu reduzieren.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>5. Wie hoch war Ihre längste Zugverspätung und was war der Grund?</strong></p>
<p>Ich kann mich nicht daran erinnern. Ich erlebe sehr oft Verspätungen (vor allem in Deutschland), aber es war nie so schlimm, dass es mir in Erinnerung geblieben ist.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>6. Haben Sie eine Lieblings-Eisenbahnstrecke, auf der Sie besonders gerne fahren?</strong></p>
<p>Ich habe noch viel zu entdecken… Ich fahre oft Düsseldorf-Metz (zu meinen Eltern) über Koblenz und Luxemburg, und die Strecke an der Mosel finde ich sehr schön.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>7. Gibt es eine bestimmte Baureihe, die Ihnen besonders am Herzen liegt?</strong></p>
<p>Ich bin keine Technikerin, ich muss gestehen, dass ich nicht so sehr auf die Baureihe achte…</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>8. Ihr beruflicher Werdegang ist beeindruckend – Sie haben renommierte Universitäten besucht, in Führungspositionen bei Tetra Pak und Webasto gearbeitet, waren CFO bei Voestalpine in Lateinamerika und China und sind nun CEO der eurobahn. Wie schaffen Sie es, täglich die notwendige Energie und Motivation aufzubringen?</strong></p>
<p>Mir macht die Arbeit Spaß, und bei der eurobahn habe ich auch eine richtige Leidenschaft für das „Produkt“ entwickeln können. Die Motivation finde ich immer bei meinen Mitmenschen: Irgendetwas gemeinsam zu erreichen, ist das, was mich motiviert. Und die Energie finde ich bei meiner Familie.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>9. Sie sprechen mindestens sechs Fremdsprachen, davon vier auf verhandlungssicherem Niveau. Ist das eine Frage von Disziplin, Talent oder beidem?</strong></p>
<p>Wahrscheinlich ein bisschen von beidem… aber Franzosen haben kein Talent für Fremdsprachen! Bei mir liegt es eher daran, dass ich es liebe, zwischen den Sprachen zu wechseln. Zurzeit spreche ich nur zwei Sprachen täglich, Deutsch und Französisch, und ich finde das fast zu wenig. Meine Liebe für Fremdsprachen hat auch damit zu tun, dass ich Menschen liebe und dass man dem „Fremden“ am besten näherkommt, wenn man dessen Sprache spricht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>10. Die eurobahn ist für viele Menschen in Ostwestfalen ein vertrautes Gesicht, ähnlich wie die Zeche für den Ruhrpott. Wie würden Sie das Unternehmen mit Ihren eigenen Worten beschreiben?</strong></p>
<p>Ein mega Team und sehr schöne Züge! Ansonsten dürfen Sie gerne die offizielle Beschreibung auf unserer Webseite lesen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>11. Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei der eurobahn für Sie aus, von Anfang bis Ende?</strong></p>
<p>Es gibt keinen typischen Arbeitstag bei der eurobahn. In unserer Branche gibt es jeden Tag Überraschungen. Ich bin auch sehr viel unterwegs zwischen unseren Standorten und externen Terminen. In der Regel verbringe ich jedoch 80 Prozent meiner Zeit in Besprechungen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>12. Als erfolgreiche Frau in einer Führungsposition sind Sie für viele Frauen ein Vorbild. Wie haben Sie Ihren Weg in einer männerdominierten Branche erlebt, und welche Haltung hat die eurobahn generell gegenüber Frauen in Führungspositionen?</strong></p>
<p>Es gibt leider viele männerdominierte Branchen, das habe ich in der Stahl- und in der Automobilindustrie nicht anders erlebt. Manchmal ist es ein Vorteil, weil man als Frau Aufmerksamkeit erregt, aber das wirkt nur, wenn man die Position erreicht und sich etabliert hat. Eine Sache, die mich besonders ärgert: Als Führungskraft hat man die Verantwortung, Talente zu fördern, doch oft wird Männern mehr Verantwortung zugetraut, auch weil Frauen sich manchmal selbst zu wenig zutrauen. Bei der eurobahn achte ich darauf, Kolleginnen mit Potenzial zu motivieren, sich für offene Stellen zu bewerben, auch wenn sie in Teilzeit arbeiten. Ich persönlich versuche, Frauen davon zu überzeugen, dass Familie und Karriere vereinbar sind, aber der soziale Druck auf Frauen ist in Deutschland noch immer stark.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>13. Viele Eisenbahnunternehmen beschäftigen deutlich weniger Lokführer als Bürokräfte. Bei der eurobahn liegt der Anteil der operativen Mitarbeiter jedoch bei mindestens zwei Dritteln. Was macht diesen Unterschied aus, und warum setzen Sie so stark auf dieses Verhältnis?</strong></p>
<p>Ich bin mir nicht sicher, ob die eurobahn eine Ausnahme ist. Eine Sache ist jedoch klar: Der Betrieb ist das Herz des Unternehmens; alle anderen Abteilungen unterstützen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>14. Wie geht die eurobahn mit potenziellen Bewerbern um, die bei Vorstellungsgesprächen nervös sind? Ist Perfektion ein Muss oder ist Raum für Nervosität?</strong></p>
<p>Es ist definitiv Raum für Nervosität. Ich glaube, dass die eurobahner*innen sehr menschlich sind und dass Bewerber das definitiv in den Vorstellungsgesprächen merken.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>15. Wenn ein unzufriedener Kunde aufgrund von Verspätungen oder Ausfällen direkt vor Ihnen stehen würde, wie würden Sie auf die Beschwerde reagieren?</strong></p>
<p>Drei- bis viermal im Jahr gehen die Mitarbeiter*innen der Verwaltung in unsere Züge und sprechen mit den Fahrgästen im Rahmen unserer Veranstaltung „eurobahn im Dialog mit den Fahrgästen“. Ich bin immer dabei und habe regelmäßig direkten Kontakt mit unzufriedenen und zufriedenen Kunden. Ich sage immer zuerst, dass ich volles Verständnis für deren Beschwerde habe, da ich selbst nur mit dem Zug unterwegs bin und unter den gleichen Problemen leide. Dann erkläre ich, woher die Probleme kommen und wie wir bei der eurobahn unser Bestes tun, um diese zu lösen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>16. <a href="https://dereisenbahner-recruiting.net/">Der aktuelle Fachkräftemangel in der Eisenbahnbranche</a>, insbesondere bei Triebfahrzeugführern, betrifft auch die eurobahn. Wie bewerten Sie diese Situation, insbesondere im Hinblick auf die Entscheidung der NWL, ab Mitte August vorübergehende Strecken an die DB Regio zu übergeben?</strong></p>
<p>Die Entscheidung im April 2024, unseren Fahrplan auszudünnen, war sehr schwierig. Sie tut uns im Herzen weh, und sie ist auch finanziell schmerzhaft. Aber wir wollten die Unsicherheit für die Fahrgäste und das Personal reduzieren. Seitdem suchen wir gemeinsam mit dem NWL nach Lösungen, um die Lücke zu schließen. Nächstes Jahr werden wir es aus eigener Kraft schaffen, unsere Linien vollständig zu übernehmen, wenn Triebfahrzeugführer*innen nach einem Jahr Ausbildung produktiv werden. Bis dahin nutzen wir externe Möglichkeiten, wie die Zusammenarbeit mit DB Regio oder der Centralbahn.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>17. Nach der Abspaltung von Keolis wird die eurobahn vorübergehend von der Wirtschaftskanzlei Noerr verwaltet, bis ein strategischer Investor gefunden ist. Hat sich dadurch die Unternehmenskultur spürbar verändert?</strong></p>
<p>Wir haben uns in den drei Jahren daran gewöhnt, keinen Großkonzern mehr als Rückhalt zu haben. Viele eurobahner*innen haben dadurch in ihrem Arbeitsalltag integriert, dass sie die Verantwortung für das Unternehmen mittragen. Um die Änderung in der Unternehmenskultur sichtbar zu machen, haben wir gleich im ersten Jahr nach dem Austritt von Keolis unsere Unternehmenswerte mit Freiwilligen aus allen Abteilungen neu definiert. Aufbruch, Verantwortung, Familie und Begeisterung sind es geworden. Das beschreibt uns, glaube ich, sehr gut.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>18. Haben Sie jemals die Gelegenheit genutzt, auf dem Führerstand mitzufahren, als Kundenbetreuerin im Zug zu arbeiten oder die Instandhaltung hautnah mitzuerleben? Welchen Eindruck haben Sie dabei gewonnen?</strong></p>
<p>Ja, das mache ich weiterhin regelmäßig, wobei ich nach meinem Geschmack zu wenig Zeit für die Werkstätten habe (Gott sei Dank habe ich dafür einen technischen Geschäftsführer-Kollegen, Herrn Karsten Schulz). Was mich immer beeindruckt, ist die Begeisterung, die meine Kolleg*innen für ihren Job haben – wir nennen uns nicht umsonst Herzblutkolleg*innen. Was ich auch in den letzten 6,5 Jahren gemerkt habe, ist, dass die Belastung im Alltag durch die vielen Unregelmäßigkeiten auf der Schiene deutlich gestiegen ist.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>19. Wie ist das Betriebsklima bei der eurobahn? Ist es für Mitarbeiter möglich, auch mal ungezwungen mit Ihnen persönlich zu plaudern oder Witze auszutauschen?</strong></p>
<p>Auf jeden Fall! Das freut mich immer, wenn ich persönlich mit meinen Kolleg*innen sprechen kann, egal ob im Zug, in den Meldestellen – wo ich mich seit diesem Jahr regelmäßig aufhalte, in den Werkstätten oder auch einfach, wenn jemand in das Großraumbüro in Hamm oder in Düsseldorf reinkommt und mich frei anspricht. Dabei bin ich auch ein bisschen konservativ: Ich bleibe per Sie und bestehe auf Respekt. Respekt basiert natürlich auf Gegenseitigkeit und es ist mir sehr wichtig, dass wir alle respektvoll miteinander umgehen. Manche finden das sicher komisch, aber ich wiederhole gern auf Betriebsversammlungen: „Seid lieb zueinander.“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>20. Was bietet die eurobahn ihren Mitarbeitern, das andere Unternehmen nicht bieten?</strong></p>
<p>Unseren Wert #Familie leben wir; er steht nicht nur auf dem Papier. Diversität ist bei uns selbstverständlich, hier brauchen wir es nicht mal auf dem Papier – na ja, bei der Frauenquote könnten wir doch noch deutlich besser werden, aber sonst sind wir in aller Hinsicht divers. Wir heißen alle herzlich willkommen und das ist immer das erste Feedback von neuen Mitarbeitenden: Bei der eurobahn wird man sofort herzlich aufgenommen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>21. Stellen Sie sich vor, Sie hätten sich für eine Karriere im operativen Bahnbereich entschieden. Für welche zwei Ausbildungsberufe hätten Sie sich entschieden?</strong></p>
<p>Triebfahrzeugführerin oder Disponentin. Beide Berufe sind herausfordernd und zukunftssicher! Als Werkstattmitarbeiterin hätte ich keine Chance gehabt und als Kundenbetreuerin hätte ich mich mit dem ganzen Tag Stehen sehr schwergetan.</p>
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<p><strong>22. Welche Worte würden Sie wählen, um Ihre bisherigen Ergebnisse zu reflektieren und Ihre Visionen für die Zukunft zu skizzieren?</strong></p>
<p>Bewegung, Herausforderungen und Zusammenarbeit.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em><strong>Persönliche-Fragen:</strong></em></p>
<p><strong>1. Welche drei Gegenstände würden Sie auf eine einsame Insel mitnehmen?</strong></p>
<p>Zwei Bücher und eine Kochpfanne.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>2. Glauben Sie, dass Klischees berechtigt sind, oder sind sie nur die subjektive Meinung Einzelner?</strong></p>
<p>Klischees sind eigentlich nicht berechtigt, sie können sehr schädlich sein und sie negieren unsere Individualität. Aber manchmal sind sie schon lustig und können auch helfen, eine andere Kultur zu verstehen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>3. Kochen Sie lieber selbst oder greifen Sie aufgrund von Zeitmangel häufig zu Fertiggerichten?</strong></p>
<p>100% Selbstkochen! Ich koche und backe sehr gern. Klar, ich bin Französin! (Wie war das mit den Klischees?)</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>4. Haben Sie einen oder mehrere Lieblingsfilme? Und welche Schauspielerin oder welcher Schauspieler ist Ihr Favorit?</strong></p>
<p>Mein Lieblingsfilm: „Pride and Prejudice“, im Deutschen „Stolz und Vorurteil“, aber bitte auf Englisch. Ich schaue Filme nur in der Originalfassung, sonst klingen sie für mich falsch. Dafür habe ich keine Favoriten bei den Schauspieler*innen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>5. Würden Sie als Haustier lieber eine Katze oder einen Hund bevorzugen, und warum?</strong></p>
<p>Ich habe keinen Favoriten und mag Tiere, besonders die, die wild und frei leben können. Haustiere möchte ich keine.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em><strong><a href="https://dereisenbahner.net/">Der Eisenbahners</a> persönliche Fragen:</strong></em></p>
<p><strong>1. Leider ist Sexismus im Berufsalltag nach wie vor präsent. Haben Sie in Ihrer Karriere solche Erfahrungen machen müssen, und wie sind Sie damit umgegangen?</strong></p>
<p>Ich habe persönlich keine direkte schlechte Erfahrung machen müssen. Ich habe mich einmal richtig schlecht gefühlt, als ein ehemaliger Arbeitgeber den Führungskräften eine eindeutig sexistische Werbung vorgestellt hat und ich mache mir heute noch – Jahre danach – Vorwürfe, dass ich nicht aufgestanden bin, um zu sagen, wie peinlich ich das empfunden habe. Leider muss ich mich aber für meine Mitarbeiter*innen immer wieder einsetzen. Bei der eurobahn haben wir übrigens eine Null-Toleranz-Grenze, was Sexismus angeht, das ist mir sehr wichtig.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>2. Gibt es Momente, in denen eine Managerin auch einfach mal Mensch sein darf und ihre Gedanken zu den aktuellen politischen Geschehnissen in der Welt teilt? Was denken Sie über die aktuellen Entwicklungen auf der globalen Bühne?</strong></p>
<p>Ja, aber mit Bedacht. Die Leute interessiert meine persönliche politische Meinung nicht, aber ich sage ganz klar, im Unternehmen und auf den sozialen Medien, dass ich gegen Rechtsextreme bin und dass ich es für sehr wichtig halte, dass wir im Unternehmen, wo 28 Nationalitäten miteinander arbeiten, zusammenhalten und auch deswegen wählen gehen und gegen Hass eintreten müssen. Ich habe zum Beispiel meinen Kolleg*innen angeboten, mit mir und mit eurobahn-Weste, gegen rechtsextreme Ideen Anfang des Jahres in Hamm zu demonstrieren.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>3. Die nächsten US-Wahlen werden weltweit aufmerksam verfolgt. Haben Sie einen persönlichen Favoriten, sei es Kamala Harris oder Donald Trump?</strong></p>
<p>Ganz klar Kamala Harris. Wie man Donald Trump, der voller Hass ist, wählen kann, verstehe ich nicht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>4. Gibt es einen Ort aus Ihrer Jugend, den Sie oft aufgesucht haben oder an den Sie sich gerne zurückgezogen haben?</strong></p>
<p>Nein. Ich mag eher neue Orte entdecken. Ich bleibe aber sehr gerne vor schönen Landschaften stehen, um über die Welt und die Schönheit der Natur nachzudenken.</p>
<p>Vielen Dank für Ihre Zeit und die Einblicke, Frau Mathieu.</p>
<p><a href="https://dereisenbahner.net/unternehmen-stellen-sich-vor/eurobahn-im-interview/">https://www.eurobahn.de/</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Ein Eisenbahn-Porträt mit Mark Benecke</title>
		<link>https://dereisenbahner.net/persoenlichkeiten/dr-mark-benecke-im-interview/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Der Eisenbahner]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 May 2024 03:55:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Persönlichkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Dr. Mark Benecke]]></category>
		<category><![CDATA[Dr. Mark Benecke Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Mark Benecke]]></category>
		<category><![CDATA[Mark Benecke Erfahrung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Hallo Herr Benecke, vielen Dank, dass Sie sich für ein Interview bereit erklärt haben. Wir</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://dereisenbahner.net/persoenlichkeiten/dr-mark-benecke-im-interview/">Ein Eisenbahn-Porträt mit Mark Benecke</a> erschien zuerst auf <a href="https://dereisenbahner.net">Der Eisenbahner</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Herr Benecke,</p>
<p>vielen Dank, dass Sie sich für ein Interview bereit erklärt haben. Wir sind ständig auf der Suche nach spannenden Persönlichkeiten und da wurden wir auf Sie aufmerksam. Dr. Mark Benecke, wahrscheinlich der bekannteste Forensiker Deutschlands, ist nicht nur für seine ruhige und erklärungsreiche Präsenz in verschiedenen Kriminalfällen bekannt, sondern auch als begeisterter Bahnfahrer.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>1.Name?</strong></p>
<p>Dr. Mark Benecke</p>
<p><strong>2. Geburtsdatum?</strong></p>
<p>1970</p>
<p><strong>3. Beruf/Berufslaufbahn?</strong></p>
<p>Öffentliche bestellter und vereidigter Sachverständiger für biologische Spuren (meist von Verbrechens-Tatorten). Zuvor habe ich Biologie studiert, bin dann ans Institut für Rechtsmedizin gewechselt — beides in Köln — und habe dort als Biologe promoviert, mit Zusatzprüfungen in Anatomie, Giftkunde und gerichtlicher Medizin. Uff! Ich habe zwischendurch in mehreren Ländern die jeweils ersten Labore für genetische Fingerabdrücke aufgebaut (Philippinen, Vietnam) und in New York (Manhattan) beim OCME gearbeitet, dem Office of Chief Medical Examiner.</p>
<p><strong>4. Viele Ihrer Beiträge stehen im Zusammenhang mit der Eisenbahn. Wann begann Ihre Begeisterung dafür?</strong></p>
<p>Vermutlich als Kind gab es in Köln auf einem Spielplatz eine alte Dampflok und ein Kinderbuch, das auch von einem dort so genannten Lokomotivführer handelte. Wir sind auch zu meiner einen Oma hin und wieder im D-Zug, zur anderen im IC gefahren, das fand ich immer schön. Bahnhöfe mag ich auch, es sind oft Orte, wo es Läden gibt, die sonst oft nicht mehr geöffnet haben, und wo ich hin und weg kann.</p>
<p><strong>5. Was war Ihre schönste Erfahrung im Zusammenhang mit der Eisenbahn?</strong></p>
<p>Die Rheinstrecke an der Loreley entlang ist immer toll, Nacht-Züge liebe ich, auf dem Brocken war ich mal im Nebel und Schnee und die alten Reichsbahn-Wagen nach Rumänien, die noch lange fuhren und ein &#8222;Destinationskanne&#8220;-Fach auf der Toilette sowie einen Koch, der wie selbstverständliche grundsätzlich alles frisch geschnibbelt und gekocht hat hatten, fand ich eindrucksvoll. Ich mag Überraschungen wie den Bahnhof Antwerpen, von dem ich nicht wusste, wie schön er ist.</p>
<p>Derzeit hoffe ich, dass Stuttgart 21 eine schöne Erfahrung werden wird. Ach ja, und die jetzt gerade verschwindenden Obergadenfenster an den Hauptbahnhofs-Bahnseiten in Stuttgart und Duisburg fand ich auch eindrucksvoll.</p>
<p>Neulich hat uns ein französischer &#8222;Schaffner&#8220; die Fahrt gerettet, weil wir im CERN (Teilchenbeschleuniger) gearbeitet hatten und schnell noch mal nach Chamonix wollten. Das war zeitlich fast unmöglich, wir hatten nur ein paar Stunden, aber ich dachte, wenn wir es jetzt nicht versuchen, werden wir es nie mehr schaffen. Der nette Zugbegleiter hat uns am Umsteigebahnhof ausnahmsweise &#8222;einfach so&#8220; in den Zug springen lassen und wir durften bei ihm drinnen bezahlen. Ohne das hätten wir es nicht geschafft, und erst hinterher haben wir bemerkt, dass wir — ohne jede Ausrüstung, Zahnbürste, Socken — andernfalls zwar noch hoch zum Bahnhof auf dem Berg, aber nicht mehr heruntergekommen wären. Danke an den namenlosen Bahn-Mitarbeiter mit engelhafter Güte, echt.</p>
<p><strong>6. Was ist das Kurioseste, das Sie bisher bei einer Eisenbahnreise erlebt haben?</strong></p>
<p>Neben der genannten Destinationskanne vielleicht die neuerdings beobachtete Gewohnheit, dass junge Frauen mit langen Haaren den Wassertank der Dusche im Nachtzug leer duschen, um mit perfekt gewaschenen Haaren anzukommen. Und die früher vorhandenen Liegen für das Personal im Flur der Nacht-Züge nach Rumänien. Ich habe darin zwar nie einen der Aufseher gesehen, da diese lieber mit dem Koch im Zug-Restaurant Țuică — ein Haarsträubender Pflaumen-Brand — tranken, aber es waren tolle Zug-Möbel.</p>
<p>Das lustigste Erlebnis war, dass ich in &#8218;mal in Polen mein iPhone auf einem Stuhl des Bordrestaurants gesperrt liegen gelassen hatte. Die polnische Finderin knackte es, schrieb mich per E-mail an und sendete es mir dann zu. Unglaublich, weil erstens Wertsachen in der polnischen Post oft verschwinden und zweitens wusste ich nicht, dass (damals) iPhones überhaupt zu hacken waren. (Ich habe mich großzügig bedankt, Ehrensache.)</p>
<p>Die damals von uns noch so genannte &#8222;Bahnpolizei&#8220; hatte vermutlich auch &#8218;mal etwas zu lachen, als ich ein eine Flasche mit verdünntem Sperma für eine Versuchs-Serie (mit Etikett) in Mannheim in einer Tüte unten vor dem dortigen Teeladen vergessen hatte. Die Kiste samt Flasche landete tatsächlich in Wuppertal in der Fund-Station und ich konnte sie dann dort abholen.</p>
<p>Abgefahren war auch die Haltestelle &#8222;Tropical Islands&#8220; (Brand), die bis vor kurzem aus halb verfallenen Backstein-Gebäuden im Nichts bestand. Eines meiner beliebtesten Fotomotive aus dem oberen Stockwerk des Doppelstock-Zuges.</p>
<p><strong>7. Welches war Ihre unangenehmste Erfahrung bei der Eisenbahn?</strong></p>
<p>Eine Zeit lang fuhren in der ehemaligen DDR offenbar zuvor militärisch ausgebildete und &#8222;verwendete&#8220; ältere Zugbegleiter mit. Diese waren manchmal unangenehm, harsch und sehr unfreundlich. Das waren aber völlig vereinzelte Ausnahmen. Ich nehme an, dass diese Menschen unglücklich waren.</p>
<p>Sehr unangenehm finde ich, dass die DB teils Leder für Sitze verwendet, obwohl es andere, sehr feste Stoffe gäbe. Hier lässt die Zentrale nicht mit sich reden und behauptet, die Kundinnen und Kunden wollten das so.</p>
<p>Ich verstehe auch nicht so ganz, dass Zugbegleiterinnen und -Begleiter und Sicherheitspersonal der Bahnhöfe vor der Tür des Zuges manchmal rauchen, wo es nicht erlaubt ist. Und ich finde es eigentümlich, dass die Mitarbeitenden auf Regionalstrecken öfter in der ersten Klasse alleine am Vierer-Tisch sitzen. Unangenehm ist das aber nicht, nur ein wenig rätselhaft.</p>
<p>Unverzeihlich finde ich, dass wir nach einem Stellwerksbrand, der uns die Reise nach Brüssel plötzlich abschnitt, null Unterstützung vor Ort erhielten. Am Gleis wurden nur Märchen erzählt. Ich musste den Eurostar ab Brüssel zweimal neu buchen, was am selben Tag natürlich sehr teuer war. Trotz späterer Hilfe unserer Lieblings-Mitarbeiterin im Reisezentrum in Köln haben wir nie einen Cent Erstattung erhalten.</p>
<p><strong>8. Bevorzugen Sie ältere oder moderne Bahntechnik?</strong></p>
<p>Ich mag das regelmäßige Gerappel der alten und teils auch der neuen Nachtzüge, die stabilen Schalter und Hebel, die alten, durchsichtigen, farbigen Druckknöpfe mit Lichtern darin, die teils sehr gute Aufteilung der alten Zug-Toiletten und deren alte Spiegel. Auch das aus Metall stabil gebaute Seifen-System mit den Drehrädern von Sapor finde ich sparsam und prima, wir verwenden es auch im Labor.</p>
<p><strong>9. Wie beurteilen Sie die Deutsche Bahn aus der Perspektive eines Außenstehenden?</strong></p>
<p>So langsam fühle ich mich nicht mehr als Außenstehender, nachdem ich mit sehr vielen tollen Mitarbeitenden schon Selfies gemacht habe ☺️</p>
<p>Schwierig finde ich es, dass meine Frau und ich massenhaft unsere Reservierungen ohne Erstattungsmöglichkeit verlieren, wenn gerade Zug-Chaos ist.</p>
<p>Mir tun seit drei Jahren die Menschen aus dem Ausland richtig leid, die gelesen oder gehört hatten, dass die Bahn pünktlich sei, aber reihenweise ihre Anschlüsse und Reisen verpassen. Vor wenigen Tagen sagte ein Engländer ganz höflich und ruhig zu den Mitreisenden im ICE: »I thought the German train system was highly efficient. What happened?«</p>
<p>Insgesamt ist es ein tolles System, mit dem wir auch in viele kleine Städte gelangen. Die Anzeigen und die Bahnhöfe an sich sind viel besser geworden als noch vor wenigen Jahren. Es tut sich spürbar etwas, das finde ich angenehm. Wir mussten aber unsere Reiseplanung vor zwei Jahren komplett umstellen und planen seither für jeden Umstieg immer mindestens 45 Minuten ein und rechnen nochmal zwei Stunden Puffer drauf. Sehr oft reisen wir auch am Vortag an. Anders wäre es unmöglich, unsere Termine noch wahrzunehmen. Das war schon eine krasse Umstellung.</p>
<p><strong>10. In Ihren Artikeln berichten Sie auch über ausländische Eisenbahnen. Spüren Sie einen Unterschied zwischen diesen und den Eisenbahnen in Deutschland?</strong></p>
<p>Na klar, die Schweizerinnen und Schweizer lachen sich kaputt über unsere — aus ihrer Sicht — Unpünktlichkeit und die Österreicherinnen und Österreicher haben einen etwas geschmeidigen Schwung bei der Digitalisierung gehabt. Beispielsweise erhielt ich für Corona-Ausfälle von der ÖBB ohne jede Diskussion digitale Gutscheine, die bis 2030 gültig sind. In Tschechien und Polen gab und gibt es die tollen Speisewagen und in Österreich lassen sie sich oft kleine, verrückte &#8222;Schmankerl&#8220; einfallen. Dafür gibt es neuerdings viele pflanzliche Speisen in deutschen Bord-Restaurants.</p>
<p>Die alten Thalys in Frankreich waren auch seltsam: Teils sehr schick gebaut, aber dann gnadenlos runter gerockt und aus heutiger Sicht etwas niedrig und gedrückt.</p>
<p>Es gibt sehr viele Unterschiede im Bahnmaterial, der ganzen Idee des Bahnfahrens, der neuerdings in Deutschland durchschlagenden Digitalisierung, der Einrichtung und der Bahnhöfe als solche. Und es gibt Züge, die aus der Vergangenheit wiederkommen, etwa der &#8222;Zug für Mitteldeutschland&#8220; VT 18.16. Ich bin gespannt, was darin zu spüren sein wird.</p>
<p><strong>11. Welche ist die längste Zugstrecke, die Sie je bereist haben, und wie lange dauerte diese Reise?</strong></p>
<p>Gefühlt sind es die leeren, einsamen Nächte nach Stürmen, Unterspülungen und dergleichen, wo das Personal regelmäßig spurlos verschwindet, angeblich keine Hotels zur Verfügung stehen (komischerweise lassen sie sich aber über Hotelseiten buchen) und dann die &#8222;Schlaf-ICs&#8220; am Gleis stehen. Niemand weiss irgendetwas, niemand ist ansprechbar. Raum und Zeit lösen sich dabei ein wenig auf, weil es überhaupt keine Informationen gibt, die meine Frau und ich weiter leiten können. Zuletzt so geschehen in Hagen, wir landeten in einem Hotelzimmer, das aussah wie aus dem Jahr 1950, aber edel und ordentlich.</p>
<p>Abgesehen davon mag ich lange Reisen, ganz toll beispielsweise der IC von Dresden nach Stuttgart — da gibt es viel zu staunen beim Blick aus dem Fenster, und Kaffee ist auch verfügbar.</p>
<p><strong>12. Welcher Bahnhof ist Ihr Favorit?</strong></p>
<p>Die mit vielen guten Läden, also Köln, Hannover, Basel, Leipzig und Berlin. In Köln kaufe ich im Bioladen immer eingelegte Gurken, das Personal kennt mich schon. Schade ist, dass es meistens keine Post- und DHL-Schalter mehr gibt. München ist auch gut, im Moment aber sehr &#8222;verbastelt&#8220; und chaotisch, zudem haben die Bahnhofs-Tauben keinen Unterschlupf mehr und müssen auf dem Bauzaun leben, wie in Stuttgart. Das ist wirklich traurig anzuschauen.</p>
<p>Budapest Keleti pu fand ich immer fantastisch wegen des Bahnhofs-Restaurants, das wie aus der Zeit gefallen ist oder war, das gibt es übrigens auch in Oldenburg, wenn ich mich recht erinnere.</p>
<p>In Köthen gab es tolle, alte Bahnsteig-Bänke, die aber leider von irgendwem teils abgefackelt wurden. Das Licht und die alten, riesigen Schilder in Dresden-Neustadt sind auch knorke. Das gilt auch für die schöne Bahnhofs-Halle in Görlitz.</p>
<p>Meine Frau findet Frankfurt/Main gut, mir ist er aber ein bisschen zu lieblos. In den DB-Lounges gab es letzten Sommer Oatly-Softeis, das war super.&#8220;Liminal&#8220;, wie es heute heißt, also irgendwie wie in einem schaurigen Computerspiel, ist Plauen oberer Bahnhof. Dort sind kaum noch Menschen, wie auch in Zwickau, aber es sind eigentlich tolle Bahnhofsgebäuden.</p>
<p>Unvergesslich ist für mich der Blick auf den verschneiten Bahnhof Helsinki mit den fantastischen, riesigen Figuren davor, die wie aus dem Herrn der Ringe gestiegen aussehen. Und Grand Central — kennt zwar fast jede und fast jeder von Postkarten und Postern, aber es ist schon irre, dort zu stehen. Für mich einer der unwirtlichsten Orte, weil er so bekannt ist, dass mein Gehirn immer nicht ganz fassen kann, dass das jetzt gerade echt ist.</p>
<p><strong>13. Welche Bahnstrecke nennen Sie Ihren Favoriten?</strong></p>
<p>Es ist natürlich wunderschön, durch Bayern zu zuckeln, das &#8222;Bahnland&#8220; hat allerdings den Nachteil, dass man teils dauernd umsteigen muss. Von Rosenheim oder München aus nach Österreich ist es auch toll, ich liebe Berge und habe immer ein Fernglas dabei, was die Sitznachbarinnen und Nachbarn im Zug manchmal seltsam finden. Aber wie geschrieben, auch die Rheinstrecke und der IC Dresden-Stuttgart sind Hits. Alle Nachtzüge auch.</p>
<p>Interessant ist es auch, von Hochiminh-Stadt nach Nha Trang zu fahren, weil es da — wie in Wernigerode — erstmal durch die Stadt geht, nah an den Häusern vorbei.</p>
<p>Schön ist es auch von Newark nach Manhattan. Da fährt eine echte Blechbüchse, keine Ahnung, durch was sie zusammen gehalten wird, aber der Ausblick ist schon irre: Durch die Industrie-Hafen-Landschaft, entlang an schönen, stabilen Brücken, dann erst in der Ferne Manhattan und nach Ausstieg oberhalb Penn Station dann die volle Packung New York. Oder man geht nach unten in die Subway (Metro), die ja im Grunde auch eine Eisenbahn ist und mit modernen europäischen U-Bahnen nicht so viel gemeinsam hat.</p>
<p><strong>14. Welche Baureihe würden Sie als Ihren Favoriten bezeichnen?</strong></p>
<p>Ich lasse mich immer überraschen, ich lebe sozusagen in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, wenn es um Zug- und Lok-Typen geht.</p>
<p>Natürlich liebe ich alle singenden &#8222;Loks&#8220;, also die österreichischen Siemens, aber ganz selten höre ich auch ICEs singen.</p>
<p><strong>15. Waren Sie bereits einmal in einem Stellwerk?</strong></p>
<p>Nein, aber ich lese die Stellwerks-Neuigkeiten der Zeitschrift der Severn Valley Railways immer aufmerksam durch. (Ich bin dort Lebenszeit-Mitglied.)</p>
<p><strong>16. Welche zwei Berufe im Bahnsektor würden Sie wählen, wenn Sie müssten?</strong></p>
<p>Tatsächlich am liebsten beruflich Reisender, also das, was ich auch jetzt bin. Da ich sowieso bis zu meinem Lebensende arbeiten muss, könnte das sogar in Erfüllung gehen.</p>
<p><strong>17. Sie reisen oft mit der Fotografin Ines Azrael. Wie würden Sie Ihre gemeinsamen Bahnfahrten beschreiben? Wer von Ihnen reagiert empfindlicher auf Verspätungen?</strong></p>
<p>Sie ist nicht ganz so gestresst, weil sie in einer Zeit zur Bahn gekommen ist, als es schon viele Verspätungen gab. Zudem prüft sie ständig die DB App und Google Maps und hat sich auch in die Codes reingefuchst, aus denen die Anzeigetafeln an den Bahnsteigen ihre Daten beziehen. Das gibt ihr also das Gefühl, zumindest informiert zu sein.</p>
<p>Mittlerweile habe ich aber aufgegeben, was Verspätungen angeht, das wird in meiner Lebenszeit nix mehr. Ich arbeite, wie oben geschildert, drumrum, und rege mich nicht mehr so viel auf. Mein Schlusssatz im DB-Podcast lautet glaube ich auch: &#8222;Ich glaube immer daran, dass der nächste Zug pünktlich ist.&#8220;</p>
<p><strong>18. Erinnern Sie sich, wo Sie am Tag des Unglücks in Eschede waren?</strong></p>
<p>Nein, aber ich erinnere mich, in welchem Zug ich beim Einsturz der World Trade Center war. Ich war der einzige, der per Handy live informiert wurde und niemand im Zug sonst telefonierte oder hatte Internet. Ich stand zwischen zwei Wagen, um die Reisenden nicht mit Telefonie zu nerven und wusste nicht, was ich machen soll — laut sagen, dass gerade zwei Hochhäuser in New York durch Flugzeuge zum Einsturz gebracht wurden beziehungsweise beim ersten Telefonat &#8222;nur&#8220; brannten? Am Abend habe ich einen Vortrag in einer Schule gehalten und dachte nur: &#8222;Okay, wenn ich jetzt hier auf der Strecke hängen bleibe, dann wäre etwas noch Krasseres als in Manhattan passiert.&#8220;</p>
<p>Ich kenne einige Polizistinnen und Feuerwehrleute, die (nicht dieselben) in Eschede und Lathen (Transrapid) dabei waren. Mehrere von ihnen wurden innerlich schwer mitgenommen.</p>
<p><strong>19. Sollte Ihre Partei bei den Europawahlen über 2,8 Millionen Stimmen erhalten und Sie auf Listenplatz Nummer 6 ins EU-Parlament einziehen, welche Ziele würden Sie dort für den Eisenbahnsektor verfolgen?</strong></p>
<p>Das könnte ich in langer Form beantworten, aber ich mache es kurz:</p>
<p>Richtig viel Geld in die Hand nehmen, um alle Wünsche der Eisenbahnerinnen und Eisenbahner, die dem Personen-Verkehr zugute kommen, umzusetzen. Von Güterverkehr verstehe ich nichts, daher erwähne ich nur den Personenverkehr.</p>
<p><strong>20. Die Bahn investiert in diverse Naturschutzprojekte. Sind Sie mit diesen Investitionen zufrieden, insbesondere als Verfechter des Umwelt- und Artenschutzes?</strong></p>
<p>Naja, es gibt ja viele Ausgleichs-Zahlungen in &#8222;Projekte&#8220;, so dass der Personenverkehr klimaneutral ist. Ob das wirklich alles stimmt, würde ich mal eine unabhängige Prüfungs-Firma testen lassen, denn im Klima-Ausgleichs-Bereich gibt es auch Quatsch-Projekte.</p>
<p>Ich staune auch öfters, dass es an Bahndämmen kaum Blumen gibt — ob da Pflanzenvernichtungsmittel eine Rolle spielen? Hust hust. Die Ledersitze sind auch das Gegenteil von umweltfreundlich.</p>
<p>Sehr gut finde ich jedenfalls den neuerdings merklichen Schwung hin zu pflanzlichen Speisen im Bord-Restaurant.</p>
<p>Insgesamt schlägt die Bahn meiner Auffassung nach aber den privaten Autoverkehr meist um Längen, und das ist wohl der größte Umweltverdienst dieses Verkehrsmittels.</p>
<p><strong>21. Darf man Sie im Bahnhof oder auf dem Bahnsteig ansprechen oder um ein Autogramm bitten, ohne sich schlecht fühlen zu müssen, weil sie gefühlt viel zu tun haben?</strong></p>
<p>Ich signiere nur Bücher, aber ich mache mit allen Selfies und stelle sie bei Facebook und Insta ins Netz. Wenn dann noch Zeit ist, können sich die Fotografierten auch selbst markieren. Mein allererster Instagram-Eintrag ist ein Foto mit einer Person, die ich zuvor nie gesehen hatte, und ich finde, sie hat mir Glück und Freude gebracht.</p>
<p><strong>22. Wie bewerten Sie das gastronomische Angebot der Deutschen Bahn? Gut oder Wut?</strong></p>
<p>Ist echt okay. Es nerven halt die &#8222;Rumlungerer&#8220; an den Tischen, die vor einem Espresso sitzen (kein Problem) und je nach Strecke wirklich alles stundenlang blockieren (Problem), obwohl es voll ist. Da ich die Rumlungerer nicht vertreibe, esse ich dann halt nichts, weil ich nicht um einen Platz kämpfen möchte.</p>
<p>Unerklärlich ist mir — wie wohl alle Geschäftsreisenden — der Wegfall des früheren Bord-Frühstücks. Wenn&#8217;s leer ist, ist ein Kaffee oder Tee mit Zeitung oder Buch (ja, ich bin alt) im Bord-Restaurant eine feine Sache.</p>
<p>Ich erinnere mich noch an den ernsthaft verzweifelten Mitarbeiter im IC- oder IR-Bordbistro, der mit sehr ernst erklärte, dass nach dem am folgenden Tag in Kraft tretenden Rauch-Verbot niemand (sage er wörtlich: niemand) mehr ins Bordrestaurant oder -Bistro gehen würde. Das Gegenteil war der Fall: Von Stund an (ab dem Folge-Tag) war es angenehmer und kein bisschen &#8222;niemandig&#8220;.</p>
<p><strong>23. Welchen Rat würden Sie zukünftigen Politikern geben, die sich mit Bahnangelegenheiten befassen werden?</strong></p>
<p>Ich gebe keine Ratschläge, aber es hilft sicher, sehr viel Bahn zu fahren und selbst zu erleben, wie es ist, wenn — wie vor wenigen Tagen — drei von vier Toiletten im ICE durch Toiletten-Papier und Urin auch technisch unbenutzbar wörtlich in Unrat versinken.</p>
<p>Oder wie es ist, wenn niemand mehr den Zug begleitet, weil kein Personal mehr da ist, und einige dann machen, was sie wollen. Oder wie jetzt gerade, wo ein gesamter ICE nach Notarzteinsatz (gemeint ist: Selbst-Tötung) sowieso verspätet ist und dann in Hannover hängen bleibt und alle aussteigen müssen, weil es keine einzige Ablöse für den Zugbegleiter gibt (ICE 653, 9. Mai 2024) . Verspätung für alle, die nach Berlin wollen: Mindestens zwei Stunden, &#8222;weil da auch noch eine kleine Umleitung kommt, ich sage ihnen ehrlich, wie es ist.&#8220; Das ist Alltag für uns geschäftlich Dauerreisende.</p>
<p>Hier wäre mit vergleichsweise wenig Geld, im Vergleich zu sonst verwendeten Summen, sofort vieles angenehmer lösbar.</p>
<p><em>Sympathiefragen:</em></p>
<p>*Herr Benecke hat ein paar Fragen geschickt auf die Eisenbahnthematik bezogen, ganz in typischer Benecke-Manier. 🙂</p>
<p><strong>1. Wie sehen Sie das: Ist die Erde eine Kugel oder eine Scheibe?</strong></p>
<p>Aus dem Zug sieht sie wie eine Scheibe aus 😅</p>
<p><strong>2. Ist Ihnen schon einmal das Essen angebrannt?</strong></p>
<p>Im Zug noch nie 😇</p>
<p><strong>3.Welcher Sportverein hat bei Ihnen die Nase vorn?</strong></p>
<p>Ich kenne ehrlich gesagt nur meine alte Schülerinnen- und Schüler-Ruder-Riege des Humboldt-Gymnasiums in Köln, deren Mitglied ich war. Daher wähle ich diese, denn von Sport habe ich echt keinen Schimmer. Gestern hatte ich mal wieder meinen Harry Potter-Hufflepuff-Schal an, da wurde ich komisch angeschaut, weil er den Farben eines Fussballclubs ähnelt (gelg-schwarz), vielleicht hat das etwas zu bedeuten, haha.</p>
<p><strong>4. Wenn Sie drei nicht-lebendige Gegenstände auf eine einsame Insel mitnehmen könnten, welche wären das?</strong></p>
<p>Zwei Swisstools (eine Art sehr stabiles Schweizer Taschenmesser) und ein Schleifstein.</p>
<p><strong>5. Planen Sie, einmal mit der Transsibirischen Eisenbahn zu reisen?</strong></p>
<p>Unklar, ich habe mir zuletzt mal einige Angebote angeschaut, das war mit ein wenig zu steif. Ich erkunde als nächstes vermutlich erst mal die baden-württembergischen Museumsbahnen. Und ich bin bald in Kidderminster, dort wird eine Teestunde im Museum-Zug angeboten. Yorkshire Tea ist natürlich der beste, und es gibt alle Speisen auch pflanzlich, was beispielsweise bei der sonst fantastischen HSB zumindest im letzten Jahr noch nicht möglich war.</p>
<p>Die persönlichen Fragen des Eisenbahners:</p>
<p><strong>1. Gewalttaten sind eine traurige Realität. Als Experte bitten wir Sie um Rat: Wie sollte man sich verhalten, wenn man körperlich angegriffen wird? Was kann man unternehmen, um die Aufklärungsarbeit der Ermittler zu unterstützen? Ist es sinnvoll, den Angreifer zu kratzen, um DNA-Beweise unter den Fingernägeln zu sichern?</strong></p>
<p>In der Bahn oft schwierig. Ich selbst gehe meist weg, sofern es im Zug während der Fahrt geht und rufe die Polizei. Ich war schon &#8218;mal der einzige, der in einem Zug (S-Bahn) den Angriff eines Jugendlichen gegen einen Kontrolleur der S-Bahn ernst nahm. Dieser wurde mit den sehr laut und ernst vorgetragenen Worten bedroht, dass der Redende dem Kontrolleur gleich den Hals durchschneiden werde, und ich konnte nicht unterscheiden, ob das ernst oder als Redewendung gemeint war. Für mich klang es todernst. Hier hat die Polizei sehr gut gehandelt, ich blieb am Handy und konnte so von innen berichten, was von außen zu wissen nötig war.</p>
<p>Hinweise auf DNA-Spuren werden teils nicht ernst genommen, auch das habe ich schon selbst erlebt. Ich hatte gesehen, wie ein Täter aus einer Bierdose getrunken hat, was sowohl Hautlinien (Fingerabdrücke) als auch genetische Spuren liefert. Wurde aber angesichts der begangenen Körperverletzung als unnötig angesehen, obwohl die Täter an der Haltestelle abgehauen waren. Daher: Wenn es geht, helfen. Wenn es nicht geht: Weggehen und Polizei anrufen. Ob diese dann Spuren sichert oder nicht, ist manchmal dem Zufall überlassen. Hinweise sollte aber jede und jeder geben, egal, ob sie umgesetzt werden oder nicht.</p>
<p><strong>2. Sie unterstützen PETA und stehen Zoos kritisch gegenüber. Wie reagieren Sie auf das Argument, dass Zoos es Menschen mit geringem Einkommen ermöglichen, ohne weit zu reisen, exotische Tiere zu erleben? Kann man in diesem Punkt einen Kompromiss finden und die teilweise miserablen Bedingungen der Tierhaltung tolerieren? Bitte berücksichtigen Sie, dass viele Menschen die Welt bereisen und alles sehen möchten, dies aber oft an finanziellen Grenzen scheitert.</strong></p>
<p>Ich mag Amseln, Marienkäfer, Storchenschnäbel, Pusteblumen, Tauben, Klee, Zimbelkraut, Veilchen, Meisen und Gänseblümchen. Diese fotografiere ich auch oft an oder auf Bahnhöfen, siehe mein Profil bei iNaturalist. Wer aber das Bedürfnis hat, tropische Tiere live und persönlich zu sehen, anstatt auf Youtube, sollte machen, was er oder sie will. Mir tun die Tiere im Zoo leid. Wer möchte so leben müssen?</p>
<p><strong>Ihre berufliche Tätigkeit hat Sie oft mit Todesfällen konfrontiert, einige Ihrer Fälle wurden sogar im Fernsehen ausgestrahlt. Wie verarbeiten Sie emotional belastende Fälle? Haben Sie eine Technik entwickelt, um diese Gedanken zu bewältigen, oder nehmen Sie alle Fälle ohne emotionale Beteiligung auf?</strong></p>
<p>Ich freue mich, dass ich durch die Spuren den Fall weg von Gefühlen hin zur messbaren Wahrheit führen kann. Daraus können die anderen dann Vorbeugungsprogramme bauen, das finde ich sehr erleichternd: Es verhindert künftige Taten. Gefühle dürfen ruhig auftreten, aber sie sollten nicht die Bewertung des Fallen unterwandern: Ohne Spuren fehlt das Grundgerüst, der Keller, und dann können Gefühle schnell in falsche Richtungen führen. Rache beispielsweise hilft und nicht dabei, den Täter oder die Täterin zu verstehen, und dann können wir auch ähnliche, künftige Taten nicht verhindern.</p>
<p>Zusatz-Frage:</p>
<p><strong>Was halten Sie vom Deutschlandticket?</strong></p>
<p>War die Hölle, als im Sommer 2023 die Züge viel zu kurz, also zu eng, waren. Aber — und das war toll — alle Fahrgäste haben zusammen gearbeitet, sich bei brüllender Hitze ruhig hingestellt, es gab sogar weniger Stress als in anderen Zügen. Das war unerwartet und eindrucksvoll. Insgesamt ist das Ticket eine sehr coole Sache. Niemand hat mehr eine Ausrede, die Bahn nicht zu nutzen. Zack!</p>
<p>Vielen Dank für Ihre Zeit und die Einblicke, Herr Dr. Benecke. <strong>Quelle:</strong> <a href="https://home.benecke.com/">https://home.benecke.com/</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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